Bisherige Weiterbildungen

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2009

Heilig und frauenfeindlich
Warum es wichtig ist,
zwischen Ablehnung und Verwerfung heiliger Texte zu unterscheiden

 

Referentin: Dr. Ursula Rapp
Datum 16. März 2009
Ort: Haus zum Lindetor, Zürich

 

Zum Inhalt

Die Texte über Frauen und Geschlechterbeziehungen im Buch Jesus Sirach sind vielfach und zu Recht als misogyn verurteilt und abgelehnt worden. Als Produkte des Patriarchats hellenistischer Zeit sind sie heute irrelevant. Damit wird diesen Texten Heiligkeit und Normativität abgesprochen. – Normativität und Heiligkeit bedeuten aber nicht zwingend Zustimmung. Aus einer Hermeneutik der Ablehnung und des Widerspruchs heraus sind Denk- und Handlungsspielräume jenseits patriarchaler und ausgrenzender Argumente erschließbar. Dabei sollen weder der „Autor“ noch die leidvolle Wirkungsgeschichte der Texte gerechtfertigt werden, sondern die Texte dem patriarchalen Erbe entrissen und fruchtbar gemacht werden für die Gestaltung von gutem Leben und einer gerechten Schöpfung.

>>> Referat

Zur Referentin:

Dr. Ursula Rapp ist Oberassistentin am Lehrstuhl Exegese des Alten Testaments in Luzern und Genderbeauftragte der Universität Luzern, hatt dissertiert über die Mirjamtexte der hebräischen Bibel und arbeitet an ihrer Habilitation zur Frage der Heiligkeit der misogynen Texte im Buch Jesus Sirach. Sie hat Lehraufträge an verschiedenen deutschsprachigen Universitäten, reist beruflich viel und lebt mit meiner Familie in Feldkirch (A).Zum Seitenanfang

 

2008

Trost und feministische Theologie

Referentin: Regula Schmid (Pfarrerin und Spitalseelsorgerin)
Datum: Montag, 3. März 2008, 14-16 Uhr
Ort: Wyttenbachhaus, Biel

 

Zum Inhalt

Ein Kind rennt in der Wohnung umher, stürzt zu Boden und weint. Die Grossmutter nimmt es zu sich auf den Schoss, streichelt es und sagt leise «Isch ja guet, isch ja scho gut!». Dass Kinder Trost nötig haben, leuchtet unmittelbar ein. Und wir Erwachsenen? Wir Pfarrerinnen? Wir feministischen Theologinnen? Was tröstet uns und wie trösten wir? Welche Art von Trost suchen wir? Und wo bleiben wir lieber untröstlich? Gibt es eine spezifisch feministische Art von Trost – und eine spezifisch feministisch-theologische Weise, darüber nachzudenken?
Solchen Fragen geht das Referat vom Nachmittag nach, und will mit Hören, Singen, Diskutieren, Schweigen und Schauen anregen, dem Trost auf die Spur zu kommen.

>>> Referat

 

Zur Referentin

Regula Schmid ist ausgebildete Primarlehrerin. Sie hat ein Jahr in einem SOS-Kinderdorf in Peru gearbeitet und ist über die Befreiungstheologie zur feministischen Theologie gekommen. Elf Jahre Gemeindepfarramt in Zürich und Horgen. Seit drei Jahren als Seelsorgerin im Spital Limmattal. Sie hat je vier Jahre als Chorleiterin und als Dozentin für Religion und Kultur am Pädagogischen Institut Unterstrass gearbeitet. Ihr fällt die Untröstlichkeit oft leichter als das Sich-Trösten-Lassen, und die Frage, was in der heutigen Zeit feministische Theologie bedeute, ist für sie eher offen als beantwortet.Zum Seitenanfang

 

2007

Gender, Race and Empire
Feminist Theology in the 21st Century

Referentin: Patricia Sheerattan-Bisnauth >>> mehr zur Referentin
Datum: Montag, 12. März 2007
Ort: Hotel Bildungszentrum 21, Missionsstr. 21, CH-Basel

Zum Inhalt

An diesem Nachmittag soll eine feministische Theologin mit interkulturellen Erfahrungen zu Wort kommen. Patricia Sheerattan-Bisnauth vom reformierten Weltbund spricht über die Wechselwirkung von Geschlechterhierarchien, Rassismus und Imperialismus als Herausforderung für die feministische Theologie des 21. Jahrhunderts. In der anschliessenden Diskussion soll vor allem Raum sein, um Verbindungen herzustellen zu feministisch-theologischen Fragen im hiesigen Kontext stellen.

>>> Referat (übersetzt)

Zur Referentin

Patricia Sheerattan-Bisnauth ist Pfarrerin der Presbyterianischen Kirche in Guyana. Seit Mai 2000 Mitarbeiterin im Reformierten Weltbund. Schwerpunkte: Gerechtigkeit in den Bereichen Wirtschaft, Gender, Umwelt und Jugendarbeit.

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2006

Wenn Geburt und Tod zusammenfallen

Referentin: Clara Moser Brassel und Franziska Maurer
>>> mehr zu den Referentinnen
Datum: Montag, 13. März 2006
Ort: Haus zum Lindentor, Hirschengraben 7, Zürich

Zum Inhalt

Wenn Geburt und Tod zusammenfallen …
… dann sind wir als Seelsorgerinnen herausgefordert. An den beiden Grenzen
des Lebens, wenn eine Tauf- und Beerdigungsfeier zusammenfallen,
müssen wir ganz besonders behutsam und bewusst da sein und begleiten.
Wie unterstütze ich die Eltern bei der Begrüssung ihres totgeborenen Kindes?
Wie begegne ich ihren Fragen? Wo kann ein frühgeborenes, totes Kind bestattet werden? Was ist alles geschehen, bevor ich als Seelsorgerin involviert bin?
Was heisst es für eine Mutter, ihr totes Kind zu gebären? Welche Unterstützung erhalten Eltern von GeburtshelferInnen und Hebammen?
Wie geht es weiter nach der Beerdigung des verstorbenen Kindes?

>>> Zusammenfassung Arbeitshilfe

Zu den Referentinnen

  • Clara Moser Brassel: Pfarrerin in Pratteln, Mitautorin von "Wenn Geburt und Tod zusammenfallen. Eine Arbeitshilfe für Seelsorgerinnen und Seelsorger" (erscheint im April 2006)
  • Franziska Maurer: Leiterin der Fachstelle Fehlgeburt und perinataler Kindstod (www.fpk.ch), Hebamme & Trauerbegleiterin

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2005

Paulus und die Frage der Macht

Referentin: Käthy Ehrensperger          >>> mehr zu Referentin
Datum: Montag, 7. März 2005
Ort: Lukas-Saal, Luzern

Zum Inhalt

Ist ein ethisch verantwortbarer Umgang mit Macht und Autorität aus christlich-feministischer Perspektive möglich? Gibt es Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in der Geschichte der christlichen Tradition, die uns bei dieser Suche begleiten, allenfalls inspirieren können? Im weiten Feld feministischer Diskurse hat Paulus im Allgemeinen keine allzu gute Presse. Seine Briefe wurden vom einem Christentum, wie es sich in den grossen Kirchen institutionalisiert hat, zur Begründung und Legitimierung von z.T. fragwürdigen Machtansprüchen herangezogen, seine Stimme benutzt zur Unterdrückung von Verschiedenheit (difference) und Vielfalt (diversity) gegenüber anderen, die beanspruchten, anders zu sein und zu bleiben. In meinem Forschungsprojekt gehe ich der Frage nach, ob diese ‚Benutzung" des Paulus nicht einer bestimmten Lesart seiner Briefe, einer bestimmten Perspektive - der Perspektive der Sieger der Geschichte - entspringt. Könnte Paulus – aus einer anderen Perspektive gelesen - auch in unserem Suchen nach einem ‚anderen" Umgang mit Macht und Autorität ein durchaus ernst zu nehmender Gesprächspartner sein?

>>> Referat als PDF (nur in Englischversion vorhanden)

Zur Referentin

Käthy Ehrensperger ist Dozentin für Neues Testament an der Universität von Wales, Lampeter, UK. Sie war während 16 Jahren Pfarrerin in Binningen-Bottmingen, BL und während 4 Jahren Beauftragte für RU der ERK BL. Ihre Dissertation "That We Maybe Mutually Encouraged: Feminism and the New Perspective on Paul" ist 2004 bei T&T Clark International erschienen. Sie ist Autorin verschiedener Artikel u.a.: "...Let Everyone Be Convinced in His/Her Own Mind. Derrida and the Deconstruction of Paulinism", SBL Seminar Papers 2003, "Be Imitators of Me as I am of Christ: A Hidden Discourse of Power and Domination in Paul?", Lexington Theological Journal, Vol 38/4/Winter 2003, "Scriptural Reasoning – the Dynamic that Informed Paul"s Theologizing", in IBS 26/1/2004.

 

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